TUR-P - Urologische Gemeinschaftspraxis Kempen - Viersen - Nettetal - Willich

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TUR-P


Prostata-Operation

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist ein Operationsverfahren bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata oder zur Verkleinerung des Prostatagewebes bei einer bösartigen Erkrankung.

Die Operation ist vor allem dann indiziert, wenn trotz mediakmentöser Therapie der Leidensdruck oder die Beschwerden zu groß werden. Unabhängig von den subjektiven Beschwerden ist eine Operation immer bei Auftreten der folgenden Probleme ratsam:

  • Rezidivierende (wiederkehrende) Harnverhalte

  • Rezidivierende (wiederkehrende) Infektionen der Harnwege

  • Harnblasensteine

  • Blutungen aus der Harnröhre, welche nicht konservativ therapierbar sind

  • Stauungszeichen der Nieren

  • Eingeschränkte Nierenfunktion durch Prostatavergrößerung

Transurethrale Resektion der Prostata

Bei der TUR-P handelt es sich umgangssprachlich um eine "Hobelung" der Prostata. Dieses OP-Verfahren gilt derzeit als Standardverfahren in der Urologie. Mit einem durch die Harnröhre eingeführten Instrument wird das Gewebe unter optischer Kontrolle eines Videosystems mit einer stromführenden Schlinge abgetragen.

Die dabei entstehenden Resektionsspäne werden über das Instrument ausgespült.


Blasensteine können in der gleichen Operation entfernt werden.

Komplikationen sind insgesamt relativ selten. Nennenswert nach aktueller Literatur sind vor allem:

  • Harnverhalt nach der OP (ca. 5%)

  • Enge / Narbe / Striktur der Harnröhre (ca. 7%)

  • Harninkontinenz(ca. 3%)

  • Harnwegsinfektionen (ca. 6%)

  • Irritative Miktionsbeschwerden (ca. 15%)

  • Retrograde Ejakulation* (ca. 80%)


Das Risiko, an dieser OP zu versterben, liegt statistisch bei unter 0,25%.

* Die retrograde Ejakulation (der Samenerguss geht zuerst in die Blase und wird dann mit dem Urin ausgeschieden) ist eine typische Folge der Operation, aber auch vieler Medikamente sowie bei fortgeschrittener Prostatavergrößerung zu beobachten.

Wichtig ist bei der TUR-P, daß nur das vergrößerte Prostatagewebe entfernt wird, es handelt sich nicht um eine vollständige Entfernung der Prostata. Zumindest die Kapsel des Organs bleibt erhalten. Daher müssen auch Patienten, die sich einer TUR-P unterzogen haben, nach der Operation weiterhin die Vorsorgeuntersuchungen zur rechtzeitigen Erkennung eines Prostatakarzinoms in Anspruch nehmen.

Videomaterial mit freundlicher Genehmigung von Ferring Arzneimittel
(C) Uroclub Hamburg 2010



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