Steinleiden - Urologische Gemeinschaftspraxis Kempen - Viersen - Nettetal - Willich

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Steinleiden

Erkrankungen


Steinleiden (Nierensteine, Harnleitersteine, Blasensteine)

Das Steinleiden ist eine häufige urologische Erkrankung, vor allem der westlichen Industrieländer und kann zu den "Wohlstandserkrankungen" wie auch Diabetes oder Arteriosklerose. Männer sind etwas häufiger betroffen. Steinpatienten haben ein erhöhtes Risiko für weitere Steinespisoden.


Weitere Informationen:

Es gibt verschiedene Ursachen für ein Steinleiden:

  • Erbliche Veranlagung

  • Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme

  • Ernährung

  • Bewegungsarmut

  • Stoffwechselerkrankungen

  • Medikamente


Dabei kann man verschiedene Arten von Steinen unterscheiden. Im wesentlichen sind dies:

  • Calcium-Oxalatsteine

  • Infektsteine

  • Harnsäuresteine

  • Zystinsteine


Nierensteine müssen nicht unbedingt Symptome oder Schmerzen verursachen und können ggf. jahrelang unbemerkt bleiben. Dennoch - auch wenn sie schmerzlos sind - können solche Steine Schäden an der Niere bis zum Nierenversagen verursachen. Gelangt der Stein in den Harnleiter, löst er meist eine sehr schmerzhafte Kolik aus.

Die Diagnose eines Steinleidens kann meist mit der Ultraschalluntersuchung der Nieren erfolgen. In der Regel sollte dann noch eine Röntgenuntersuchung, ggf. mit Kontrastmittel durchgeführt werden.

Zur Therapie eines Steinleidens stehen - abhängig von der Symptomatik - verschiedene Optionen zur Verfügung. Eine Krankenhausbehandlung ist dabei vor allem bei Verdacht auf eine drohende Nierenschädigung erforderlich.

Abwarten und Beobachten

Ein Großteil der Steine sind - auch wenn sie starke Schmerzen verursachen - doch klein genug, um von selbst ohne operativen Eingriff ausgeschieden zu werden. Im allgemeinen geht man von einer Steingröße unter 5 mm aus. Wichtig ist hier jedoch die engmaschige Kontrolle, da auch kleine Steine zu Komplikationen wie Nierenaufstau oder Versagen der Niere führen können.

Medikamentöse Steintherapie

Einige Steinarten können medikamentös durch Veränderung des Urin pH-Wertes behandelt werden.

Steinzertrümmerung (ESWL)

Bei der ESWL werden Steine durch ein schonendes, nicht-invasives Verfahren durch Stosswellen zertrümmert. Dies gelingt in ca. 80% der Fälle und ist eine sehr nebenwirkungsarme, aber eher zeitintensive Therapie, da der durch die Zertrümmerung entstandene Steinsand auf natürlichem Wege ausgeschieden werden muss. Dies kann durchaus Monate dauern. Durch die ESWL können jedoch viele Operationen verhindert werden. Die ESWL kann bei Steinen der Niere und des Harnleiters eingesetzt werden.

Endoskopische Operation

Gelegentlich ist es erforderlich, einen Nieren- oder Harnleiterstein operativ zu entfernen. Harnblasensteine müssen in der Regel immer operativ entfernt werden. Dabei ist die endoskopische oder minimal-invasive Operation Mittel der Wahl, hiermit können auch größere Steine direkt vollständig entfernt oder mittels Laser vor Ort zertrümmert werden.

Vorbeugung

Die Vorbeugung ist eine der wichtigsten Maßnahmen der Steintherapie. Dazu gehören neben der Nachsorge beim Urologen, um erneute Steinentstehung rechtzeitig zu erkennen vor allem

  • Eine ausreichende Trinkmenge, die Urinproduktion sollte ca. 2 Liter betragen ("klarer Urin")

  • Ggf. diätetische Maßnahmen


Zu den allgemeinen Empfehlung bei Calcium-Oxalatsteinen (der häufigsten Steinsorte) gehören das Meiden von

  • Spargel

  • Rhabarber

  • Spinal

  • Eistee, Schwarztee

  • Schokolade





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